Ungelegte Eier

Eines Tages werde ich das hier lesen, und mich schämen. Weil ich vorher darüber gesprochen habe. Weil ich es in meiner Vorstellung schon so intensiv erlebte, das es für mich schlicht real geworden ist, aber dann — wie immer — doch nichts wurde. Weil ich die Rahmenbedingungen noch  gar nicht kenne, und mit (fast) noch niemanden darüber gesprochen habe. Ausser mit Mechthild …

Slider_CS-15_01Am 19. September 2014 wird es um 19.30 Uhr eine Vernissage in der Backstubengalerie in der Wuppertaler Nordstadt geben. Mechthild Dreymann und Maria Kanisius Reuter stellen ihre Bilder aus. Und wer Mechthild schon mal hat malen gesehen, der kann sich schon jetzt vorstellen wie die Idee aussieht.

Wenn Mechthild Dreymann malt, dann ist die Welt zu klein. Sie malt raumgreifend, sie malt mit starken Farben und in immer neuen Schichten. Sie malt wie sie fühlt — jetzt in diesem Moment. Da ist kein Kontrolle, keine Absicht, keine Konstruktion. Da ist nur reine Emotion.

Und das ist der Plan:  Mechthild mag meine Musik. Sie sagt, meine Musik berührt sie. Und wenn alles so läuft wie sie und ich uns das vorstellen, dann wird sie auf der Vernissage malen, zu meiner Musik. Wir werden uns dabei gegenseitig beeinflussen. Denn auch ich werde arbeiten wie Mechthild arbeitet: Ohne Konstruktion, ohne Absicht, reines Gefühl.

Als jemand der gerne die Kontrolle über jeden Aspekt seines Werkes hat, wird das eine aufwühlende Erfahrung für mich werden. Und damit das tatsächlich stattfindet, und nicht wie tausend andere Projekte in der Phase der Ideenfindung versumpft, schreibe ich es hier hin, und lade jeden ein der will, um sich das anzusehen und anzuhören. Im September, am 19. um halb acht auf dem Ölberg …